Herzlich willkommen auf den Informations­­seiten zum eRezept-Pilot­­projekt Berlin/Brandenburg!
Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Zukunft der Arzneimittel­­versorgung.

eRezept

Bislang erfolgt die Verordnung von Arzneimitteln zu Lasten gesetzlicher Krankenkassen ausschließlich in Papierform. Das Papierrezept ist aus heutiger Sicht ein unnötiger Medienbruch. Mit der Ersetzung des Papierrezeptes durch das eRezept wird ein sehr wichtiger Prozess in der Gesund­­heits­­versorgung digitalisiert.

Das ist letztendlich der konsequente Schritt hin zur voll­ständigen Digitalisierung: Denn in der Arztpraxis werden Medikationsdaten schon seit langem digital in dem jeweiligen Praxi­s­­verwaltungs­­system erzeugt und verwaltet, gedruckt wird aber ein Papierrezept. Die Apotheke ver­­arbeitet das Papier­­rezept wieder digital. Zur Abrechnung gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen muss die Apotheke jedoch bislang das Papierrezept ein­reichen. Von den Rezept­­abrechnungs­­stellen der Apotheken werden die Papierrezepte abermals digitalisiert, um den gesetzlichen Krankenkassen die Abrechnungs­­daten elektronisch zur Verfügung zu stellen.

Das eRezept hingegen macht es allen leichter.

Nutzen

Patientinnen und Patienten profitieren perspektivisch insbesondere durch eine höhere Arzneimittelsicherheit, wenn sie ihren Ärztinnen und Ärzten und ihrer Apotheke u.a. die Möglichkeit einräumen, alle eingenommenen Arzneimittel in Bezug auf Neben- und Wechselwirkungen kontinuierlich zu überprüfen. Auf der Grundlage der Medikationsdaten können weitere Funktionalitäten wie Erinnerungsfunktionen, die an die rechtzeitige Einnahme des Arzneimittels oder die rechtzeitige Nachbestellung eines neuen eRezeptes erinnern, die Arzneimitteltherapie verbessern.

eRezept-Pilotprojekt

Mit einem zunächst eng begrenzten Testszenario in der Zukunftsregion Digitale Gesundheit (ZDG) Berlin und Brandenburg erproben Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, gemeinsam mit ihren Softwarepartnern und den Rezept­­abrechnungs­­stellen sowie der AOK Nordost als der größten regionalen Krankenkasse die Digitalisierung ärztlicher Verordnungen. Dabei geht es vor allem darum zu unter­­suchen, welche Kriterien für eine breite Akzeptanz des eRezeptes von Bedeutung sind.

In der ZDG sollen digitale Lösungen unmittelbar in der Versorgungspraxis erprobt und evaluiert werden. Das eRezept-Pilotprojekt Berlin/Brandenburg wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Im Rahmen des Pilotprojektes werden zunächst aus­­schließlich Fertigarzneimittel auf eRezepten für Versicherte der AOK Nordost verordnet. Hilfsmittelrezepte, Betäubungsmittelrezepte, so genannte T-Rezepte, Sprechstundenbedarfsrezepte und Rezepte über patientenindividuell herzustellende Rezepturarzneimittel sind nicht eingeschlossen.

Die DAV-WebApp

Ein wesentliches Element, das im Rahmen des eRezept-Pilotprojektes erprobt wird, ist die Anwendung, mit der die/der Patient/in vom Arzt ausgestellte eRezepte verwaltet. Für diesen Zweck hat der Deutsche Apotheker­­verband eine webbasierte Patienten­­applikation entwickelt, mit der eRezepte in der Arztpraxis ent­­gegen­­genommen, angesehen und an die Apotheke der Wahl weitergeleitet werden können. Dieser vermeintlich triviale Teilprozess ist von erheblicher Bedeutung für die Akzeptanz des eRezeptes. Denn diese Patienten­­applikation muss eine Vielzahl wichtiger Voraussetzungen erfüllen. Wenn das eRezept das Papier­­rezept vollständig ersetzen soll, muss die Patienten­­applikation für jeden Patienten jederzeit verfügbar und funktionsfähig sowie insbesondere leicht und intuitiv zu bedienen sein. Die Patienten- und Medikations­­daten müssen permanent bestmöglich gesichert und geschützt werden. Die Wahlfreiheit der Patienten in Bezug auf die Apotheke darf zur Wahrung der Patenten­­souveränität in keinster Weise eingeschränkt sein. Das bedeutet umgekehrt, die Auswahl der versorgenden Apotheke treffen die Patienten weiterhin ausschließlich aufgrund selbst festgelegter Kriterien oder Präferenzen, also vollkommen diskriminierungsfrei.

Teilnehmende Arztpraxen

Urszula Stellwag
Schloßstraße 54 12165 Berlin

Dr. med. Christian Lechelt
Elisabethstr. 31 12247 Berlin

Ajay Bindra, MVZ Karl-Marx-Straße GbR
Karl-Marx-Str. 188 12043 Berlin

Dres. med. Kraas/de Tristan
Karl-Hofer-Str. 39 14163 Berlin

Dr. med. Andrea Schellnack-Ipoumb
Otto-Suhr-Allee 107
10585 Berlin

Dres. med. Kaleth & Kollegen
Bismarckstr. 95–96
10625 Berlin

Dr. med. Alex Rothhaar
Bülowstraße 23
10783 Berlin

Tip/Univ.Istanbul Shahin Mirkouhi
Hauptstr. 131
10827 Berlin

Teilnehmende Apotheken

Apotheke 4.0
Heike Zweydinger
Turmstraße 29
10551 Berlin

Apotheke im Schultheiss Quartier
Heike Zweydinger
Stromstraße 14
10551 Berlin

Neue Apotheke
Ronald Weber
Turmstraße 77
10551 Berlin

Apotheke Berlin Hauptbahnhof
Michael Marquardt
Europaplatz 1
10557 Berlin

Apotheke am Zoo
Cafer Güler
Joachimstaler Straße 38
10623 Berlin

Apotheke Berlin Bahnhof Zoo
Michael Marquardt
Bahnhof Zoologischer Garten
10623 Berlin

Lilas-Apotheke
Lili Rahmani
Knesebeckstraße 93
10623 Berlin

Goethe-Apotheke
Sigrun Klemp
Goethestraße 40
10625 Berlin

Leibniz-Apotheke Berlin
Stefan Rézépa
Kantstraße 130b
10625 Berlin

Opernviertel-Apotheke
Beate Garbe
Bismarckstraße 30
10625 Berlin

Brandenburg-Apotheke
Rolf Starzonek
Brandenburgische Straße 37
10707 Berlin

Brillant Apotheke
Irina Agapova
Kurfürstendamm 71
10709 Berlin

Preussen-Apotheke
Matthias Schwoch
Paretzer Straße 2
10713 Berlin

Sylter Apotheke
Cornelius Kreutzer
Berliner Straße 37
10715 Berlin

Emser-Apotheke
Nicola Röttger
Emser Straße 44
10719 Berlin

Apotheke in der Metropole
Dr. Thomas Klaus
Joachimstaler Straße 21
10719 Berlin

Fasanen-Apotheke
Annette Wetzel
Uhlandstraße 158
10719 Berlin

Unsere Apotheke
Nehad Ashker
Bayerischer Platz 9
10779 Berlin

Apotheke am Wittenbergplatz
Traudl Vogel
Bayreuther Straße 44
10787 Berlin

Ahorn-Apotheke
Bettina Achilles
Innsbrucker Straße 25
10825 Berlin

Akazien-Apotheke
Ashraf Gazi Saleh Abdelrohman Khweiter
Hauptstraße 19
10827 Berlin

Feurig-Apotheke
Konstantin Lamboy
Hauptstraße 131
10827 Berlin

Kaiser-Wilhelm-Apotheke
Konstantin Lamboy
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
10827 Berlin

Berg-Apotheke
Tarik El-Dessouki
Skalitzer Straße 133
10999 Berlin

atoll-Apotheke
Carola Reiners
Hermannstr. 158 A
12051 Berlin

Tasmania-Apotheke
Carola Reiners
Emser Straße 105/106
12051 Berlin

Tauern-Apotheke
Ursula Krüger
Albulaweg 29
12107 Berlin

Albrecht-Apotheke Steglitz
Martina Bethke
Schloßstraße 40
12165 Berlin

Seydlitz-Apotheke
Dr. Robert Schmidt
Kaiser-Wilhelm-Straße 30
12247 Berlin

Virchow-Apotheke
Stefan Rézépa
Seestraße 99
13353 Berlin

Reichs-Apotheke
Rainer Jacobi
Reichsstraße 82
14052 Berlin

St. Rochus Apotheke
Susan Kalisz
Schlangenbader Straße 25
14197 Berlin

Schmargendorfer Apotheke
Bernd Stöcker
Breite Straße 13
14199 Berlin

FAQ

Sie werden von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, sofern diese/r an dem Modellversuch teilnimmt, angesprochen! Die Teilnahme an diesem Projekt ist freiwillig. Durch eine Nichtteilnahme entstehen Ihnen keinerlei Nachteile. Sie erhalten in diesem Fall Ihr Rezept in der klassischen Papierform von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt. Ob die Rezepterstellung in der Arztpraxis in digitaler Form erfolgen kann, ist von Ihrer Einwilligung abhängig.

Werden Sie von Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem behandelnden Arzt auf eine mögliche Teilnahme angesprochen, und sind Sie einverstanden damit, erhalten Sie direkt in der Arztpraxis ausführliche schriftliche Patienteninformationen. Darunter sind natürlich auch Informationen zum Datenschutz und zu den im Rahmen der Erstellung und Verarbeitung des digitalen eRezeptes stattfindenden Datenverarbeitungsprozessen.

Zum Übertragen von eRezepten im Rahmen dieses Pilotprojektes eignen sich derzeit Smartphones mit den Betriebssystemen Android und iOS. Das Smartphone muss über eine funktionierende Kamera verfügen. Bei iOS-Betriebssystemen wird die DAV-WebApp in Safari geöffnet, bei Android-Betriebssystemen benötigen Sie als Standardprogramm Google Chrome.

Um ein eRezept entgegenzunehmen oder weiterzuleiten, benötigen Sie die DAV-WebApp, die Sie sich entweder unter https://erezept.dav-app.de/ herunterladen können, oder Sie werden direkt über das Einscannen des QR-Codes bei der Arztpraxis weitergeleitet.

Der Ablauf stellt sich in den folgenden Schritten dar:

  1. Sofern Sie einwilligen, erstellt Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt im Arztsystem das elektronische Rezept (eRezept) und eine Rezept-ID.
  2. Anschließend erfolgt die verschlüsselte Übertragung des elektronischen Rezeptes von der Ärztin/vom Arzt auf den eRezept-Fachdienst der Apothekerschaft.
  3. Weiterhin werden in der Arztpraxis die Metadaten zum elektronischen Rezept auf das Endgerät des Patienten über ein optisches Verfahren übertragen. Dazu wird ein QR-Code erstellt und die DAV-WebApp des Deutschen Apotheker-Verbandes genutzt.
  4. Die Verwaltung und Übertragung notwendiger Schlüsselinformationen an eine Apotheke erfolgt über diese DAV-WebApp.
  5. Die Patientin/der Patient geht mit ihrem/seinem Endgerät in die von ihr/ihm ausgewählte Apotheke, wo der QR-Code gescannt wird. Die Rezeptdaten werden damit durch die Apotheke beim eRezept-Fachdienst abgerufen und es erfolgt die Belieferung und Abrechnung des Medikamentes durch die Apotheke.

In einer der teilnehmenden Apotheken erhalten Sie Ihr verordnetes Arzneimittel und einen Fragebogen. Bitte füllen Sie den Fragebogen aus und geben Sie diesen in Ihrer Apotheke ab, in der Sie auch das eRezept eingelöst haben.

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